Sparen im Alltag!

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In unserem ersten Teil der Artikelserie haben wir dir gezeigt, wie du deine monatlichen Kosten senken kannst und dennoch so gut wie keine Einschränkung an Lebensqualität hinnehmen musst. In unserem zweiten Teil soll es darum gehen, wie du im Alltag sparen kannst. Auch hier sollst du nach Möglichkeit wenige oder zumindest nicht so gravierende Einschränkungen an Lebensqualität erleiden, was sich jedoch nicht gänzlich vermeiden lässt, wenn man wirklich ernsthaft sparen möchte.

“Der Pfennig ist die Seele der Milliarde.”Grete Schickedanz

Generell bedeutet Sparen auch in den meisten Fällen ein Verzicht auf Konsum, um Rücklagen bilden zu können. Damit das Sparen im Alltag nicht ganz so schwer fällt, haben wir am Ende dieses Artikels zudem noch eine spannende Rechnung für jeden Arbeitnehmer parat. Diese Rechnung, zumindest hoffen wir es, rückt die eine oder andere Ausgabe in ein komplett anderes Licht. Aber zuerst kommen unsere Spartipps an die Reihe.

Tipp 1: Nimm dein Essen mit in die Arbeit!

Jeder Arbeitnehmer kennt das Phänomen, wenn die Kollegen um 11 oder halb 12 Uhr unruhig werden und die Mägen anfangen zu knurren. Kurz darauf folgt die entscheidende Frage: Wo geht es denn heute zum Essen hin? Oder holen wir uns nur etwas vom Imbiss um die Ecke?

Sogar wenn der knurrende Magen nur in einer der unzähligen Fast-Food-Ketten befriedigt wird, bedeutet es für unser Portemonnaie letztendlich in jedem Fall kosten zwischen 5 und 10 € täglich. Gönnt man sich etwas Besseres und geht zum Italiener oder Asiaten, überschreitet man diesen Betrag sogar häufig noch.

Oft essen wir dann zudem Dinge, die uns alles andere als gut tun! Fett und kalorienreich sind hier wohl die wichtigsten Stichworte. Heruntergespült wird das ganze dann mit einer Cola. Das tägliche Mittagessen in der Arbeit kann jedoch problemlos deutlich gesünder und zudem viel billiger gestaltet werden.

Kochst du oder dein Lebenspartner/in zuhause? Bereite doch einfach eine größere Portion zu und nimm dir diese am nächsten Tag zur Arbeit mit. Zum einen, weißt du was du auf dem Teller hast, zum anderen, sparst du dir monatlich einen wirklich riesigen Betrag an Ausgaben. Die Waage und dein Geldbeutel danken es dir!

Rechnen wir mit 150 € an monatlich Ausgaben für das tägliche Mittagessen, bedeutet das hochgerechnet auf das gesamte Jahr, 1800 € Ersparnis! Rechne dir deine möglichen Ersparnisse für 10, 20 oder sogar 30 Jahre aus in der du dein Mittagessen selbst mit zur Arbeit nimmst. Hoffentlich realisierst du, welch immenses Sparpotential dieser Tipp für dich bereithält!

Investierst du diesen Betrag zudem am Ende jeden Jahres, über dein gesamtes Arbeitsleben hinweg und erzielst durchschnittlich eine 9-prozentige Rendite (die durchschnittliche langfristige Rendite im S&P 500) könnte einem glatt schwindlig werden bei der Höhe des Endbetrages. Soviel sei verraten: Jeder, der weiter jede Mittagspause essen geht, hat am Ende seines Berufsleben wortwörtlich ein luxuriöses Eigenheim „verfressen“! Du glaubst uns nicht? Rechne ruhig selbst nach!

Tipp 2: Beim täglichen Einkauf sparen!

  1. Kaufe beim Discounter ein und/oder kaufe Eigenmarken!

Wer hat sich nicht schon mal gewundert, wenn er in einem Vollsortimenter einkaufen war und an der Kasse für relativ wenige Lebensmittel 50 € und mehr bezahlen musste und dabei die Einkaufstüte noch nicht mal komplett gefüllt war. Häufig lässt sich bei einem der großen Discount Ketten ein erheblicher Betrag einsparen. Viele Eigenmarken beim Discounter sind zudem oft von den bekannten Markenherstellern und unterscheiden sich nicht oder nur unwesentlich vom Markenprodukt, kosten aber häufig deutlich weniger.

Kaufe also die Produkte des täglichen Bedarfs in einem Discounter und kaufe lediglich Produkte, die es bei diesem nicht gibt bei einem Vollsortimenter. Bist du noch kein Discounter Kunde, werden sich deine Ausgaben für Lebensmittel drastisch reduzieren!

  1. Seltener Einkaufen gehen.

Gehörst auch du zu den Menschen, die täglich in den Supermarkt zum Einkaufen gehen, um sich ihr Abendessen auszusuchen? Problematisch dabei ist, je häufiger du Einkaufen gehst, desto mehr Geld gibst du aus. Gehe nur dann einkaufen, wenn du es wirklich musst, und versuche dich auf das Nötigste zu beschränken. Seltener einkaufen zu gehen spart zudem Spritkosten und schon die Umwelt.

  1. Einen Einkaufszettel schreiben.

Es mag zwar etwa lästig sein, jedoch hilft ein Einkaufszettel dabei sich beim Einkauf selbst zu disziplinieren und Punkt 2 (seltener Einkaufen zu gehen) umzusetzen. Mache dir also eine Liste mit den Dingen, die du benötigst, und kaufe dann wirklich nur ein, was auf dieser Liste steht. Auf diese Weise kann man Versuchungen besser wiederstehen! Ist dir die traditionelle Methode mit Stift und Papier zu umständlich, weil du den Einkaufszettel nicht ständig parat hast? Dann nutze doch einfach eine Notizapp!

  1. Vermeintliche Sparangebote prüfen.

Wird etwas als Sparangebot angepriesen, greifen wir meistens schneller zu als üblich. Das wissen selbstverständlich auch die Einzelhändler und führen uns so gezielt in Versuchung. Beispielsweise wird mit 20 % mehr Inhalt geworben, jedoch beträgt der Preisanstieg 30 %. Es lohnt sich also, auf Sparangebote häufig mal einen kritischen Blick zu werfen und Mengen und Preise zu vergleichen.

Achtung: Es gibt auch Mogelpackungen, die nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind. Hier sieht das Produkt wie immer aus und kostet auch den identischen Betrag. Erst bei genauem Hinsehen erkennt man den Trick. Die Menge hat sich verringert! Magst du es genauso wenig hinters Licht geführt zu werden wie wir? Strafe solche Methoden durch einen Verzicht auf das Produkt ab!

  1. Bücken und Strecken

Produkte mit der größten Gewinnspanne stehen auf Augenhöhe, sind jedoch meistens nicht die günstigsten. Die günstigsten Produkte befinden sich hingegen oft im Bück- und Streckbereich. Das Bücken und Strecken im Supermarkt kann also einiges an Geld sparen, zumal etwas Bewegung auch nicht schaden kann. 😉

  1. Nicht hungrig einkaufen gehen.

Jeder kennt es, man hat Hunger und geht noch schnell in den Supermarkt. Ehe man sich versieht, ist der ganze Einkaufswagen mit Produkten voll, welche man sonst eventuell nicht gekauft hätte. Wer seinen Hunger zum einkaufen mitnimmt, kauft häufig mehr und vor allem unnötig ein. Die Versuchung ist hungrig einfach ungemein größer. Wer sparsam einkaufen möchte, sollte also nie hungrig einen Supermarkt betreten.

  1. Langhaltente Aktionsprodukte auf Vorrat kaufen.

Es gibt immer wieder Produkte, insbesondere aus dem Non-Food-Bereich, die in Aktionen besonders günstig sind. Verdirbt ein Produkt nicht und macht man ein richtiges Schnäppchen, kann man auch getrost etwas mehr auf Vorrat kaufen.

Beachte allerdings Punkt Nr. 4. Wir wollen schließlich nicht das du hereingelegt wirst!

Tipp 3: Kleindung nicht in der Saison kaufen!

Kleidungsstücke kauft man am besten außerhalb der Saison oder zum Saisonwechsel. Halte im Sommer Ausschau nach Winterkleidung und im Winter Ausschau nach Sommerkleidung, denn logischerweise ist die Ware innerhalb der Saison erheblich teurer als außerhalb. Das ist das simple Prinzip von Angebot und Nachfrage! Es erscheint zwar unsinnig eine Winterjacke zu kaufen, wenn alle Schwitzen da es Hochsommer ist, jedoch zahlt sich diese Art des vorausschauenden Kaufens oft mit Rabatten bis zu 50 % aus.

Tipp 4: Zuhause Frühstücken!

Viele Menschen haben es gerade in den Morgenstunden besonders eilig und kaufen sich daher auf dem Weg in die Arbeit beim Bäcker oder Ketten wie Starbucks ihr Frühstück. Schnell sind hier 5 € oder mehr ausgegeben. Frühstückst du ausgewogen zuhause, dann sparst du Geld und Kalorie!

An die Damenwelt: Ist ein Latte macchiato für 3 € und mehr wirklich sein Geld wert und vor allem täglich nötig? Vielleicht solltest du das Geld, das du für Coffee to Go ausgibst, lieber sparen und einmal jährlich in Starbucks Aktien investieren. Langfristig hast du davon jedenfalls deutlich mehr, als etwas Milchschaum! Mittlerweile hat fast jeder eine Kaffeemaschine Zuhause, die einen leckeren Latte macchiato auf Knopfdruck zaubert. Warum nimmst du dir deinen Kaffee nicht einfach in einem Thermobecher mit? Nicht schick genug?

Tipp 5: Nicht immer das Auto benutzen!

Wohnst du nicht weit von der Arbeit entfernt, dann benutze bei schönem Wetter doch auch mal das Rad. Das senkt deine Ausgaben für Benzin. Aber auch Einkäufe können gelegentlich bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt werden. Zu fuß gehen oder Radfahren hält dich fit und spart zudem im Alltag. Zwei fliegen mit einer Klappe! Was will man mehr?

Wie kannst du dich motivieren im Alltag zu sparen?

Im Alltag zu sparen ist nicht immer leicht. Daher muss man sich Motivieren seine Sparziele auch umzusetzen. Hierzu hilft es ungemein, die Ausgaben in ein vernünftiges Verhältnis zu setzten. Was bietet sich dafür besser an als zu betrachten, wieviel Geld man monatlich „wirklich“ zur Verfügung hat und vor allem wie lange man dafür tatsächlich arbeiten musste.

Rechne dir deinen Stundenlohn aus. Deinen wirklichen Stundenlohn! Mit nachfolgender Rechnung gelingt es dir mit Sicherheit die ein oder andere unnötige Ausgabe problemlos zu streichen.

Um deinen wirklichen Stundelohn zu ermitteln, gehst du am besten so vor:

Schritt 1: Wie viele Stunden wende ich monatlich für die Arbeit auf?

Nimm deine monatliche Regelarbeitszeit (meistens 160 Stunden) und addiere die Zeit, die du für den Arbeitsweg benötigst. Du verbringst diese Zeit schließlich nicht freiwillig in Bus, Bahn oder PKW und daher solltest du sie deiner Arbeitszeit zurechnen. Musst du zudem unbezahlt Überstunden ableisten? Nimm einen monatlichen Durchschnittswert dieser Überstunden und addiere auch diesen zu deiner Rechnung!

Schritt 2: Was habe ich monatlich effektiv zur freien Verfügung?

Nun nimmst du dein Nettogehalt und ziehst von diesem alle Fixkosten, also Kosten, die jeden Monat anfallen, (z. B. Miete, Versicherungen usw.) ab. Dieses Geld landet zwar kurz auf deinem Konto, aber wenn wir ehrlich sind, kannst du nie wirklich über dieses verfügen! Das, was du nun erhältst, ist der Teil deines Arbeitslohnes, der dir effektiv monatlich zur Verfügung steht.

Schritt 3: Was ist mein wirklicher Stundenlohn?

Teile diesen Betrag nun durch die Anzahl der Stunden, die du auf dem Weg zur, und in der Arbeit verbringst.

Nehmen wir an es bleiben ca. 1000 € (das ist für die meisten Arbeitnehmer wohl bereits sehr optimistisch) monatlich übrig und du wendest inklusive Fahrtzeit und Überstunden 200 Stunden monatlich für die Arbeit auf.

Die Rechnung muss dann lauten:
1000 € / 200 Std. = 5 € effektiver Stundenlohn

Das Ergebnis dürfte viele überraschen und die breite Masse liegt vermutlich sogar deutlich unter diesen 5 €!

Oft hilft es, sich zu vergegenwärtigen, wie lange man für ein Produkt (wirklich) arbeiten muss. Nach dieser Rechnung wirst du die ein oder andere Ausgabe völlig anders betrachten. Versprochen!

Fazit zum Sparen im Alltag

Im Alltag gibt es einige Möglichkeiten Geld zu sparen. Letztendlich kannst jedoch nur du für dich entscheiden, welche dieser Tipps du umsetzen möchtest. Bestimmt findest du zudem selbst noch die ein oder andere Alltagsausgabe, an die wir nicht gedacht haben und bei der du den ein oder anderen € sparen kannst.

“Die Sparsamkeit ist die Tochter der Vorsicht, die Schwester der Mäßigung und die Mutter der Freiheit.”Samuel Smiles

Sparen wirkt nicht sexy und man möchte auch keinesfalls als Geizhals wahrgenommen werden. Ein Mittelweg beim Sparen im Alltag ist daher für die meisten Menschen oft die richtige Wahl und selbstverständlich sollte man es auch mit dem Sparen nicht übertreiben. Wenn allerdings dein Ziel die finanzielle Freiheit ist, kommst du in der Regel nicht daran vorbei deinen Konsum etwas einzuschränken. Gerade die vielen kleinen Ausgaben, die man meistens nicht richtig bedenkt, bieten ungemein viel Potenzial dich beim Erreichen des Ziels finanzieller Freiheit zu unterstützen.

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1 Kommentar auf "Sparen im Alltag!"

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Thomas
Gast

Ganz tolle Tipps, die letztendlich jeder beachten kann und auch sollte, denn auf diese Weise kann auf Dauer doch einiges an Geld eingespart werden.

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