Die Dividenden Aristokraten: 25 und mehr Jahre steigende Dividenden!

Auf der der Suche nach den besten Dividenden Aktien führt für uns als Investor kein Weg an den sogenannten Dividenden Aristokraten vorbei! Die Dividenden Aristokraten sind durch ihre Dividendenhistorie geadelte Unternehmen.

Aktuell (Stand April 2017) gibt es gerade einmal 51 Aktien, die den Titel Dividenden Aristokrat tragen dürfen und somit zum Besten gehören, was die Dividendenwelt uns als Investoren zu bieten hat.

Auf dieser Seite sollen nach und nach alle Dividenden Aristokraten kurz vorgestellt werden, um den interessierten Leser einen zentralen Anlaufpunkt für seine weitere Recherche zu bieten.

Welche Faktoren muss so ein Dividenden Aristokrat eigentlich genau erfüllen?

 

  1. Das Unternehmen muss im Aktienindex S&P 500 gelistet sein.
  2. Es muss seine Dividende mindestens 25 Jahre in Folge erhöht haben.
  3. Eine Mindestgröße von 3 Mrd. US $ und eine Marktliquidität von 5 Mio US $ pro Tag aufweisen.

Dividenden Aristokraten sind in der Regel große Blue Chip Unternehmen aus den verschiedensten Brachen. Sie alle eint jedoch, dass sie die letzten 25 Jahre bewiesen haben, dass sie eine gesunde Balance zwischen Kapitalwachstum und Dividendenwachstum demonstriert haben.

Warum sind die Dividenden Aristokraten für uns so interessant?

Ist ein Unternehmen in der Lage seine Dividendenzahlungen für 25 und mehr Jahre jedes Jahr zu erhöhen, liegt dem meistens ein sehr beständiges Geschäftsmodell, häufig gepaart mit deutlichen Wettbewerbsvorteilen zugrunde!

Hinweis: Dividenden Aristokraten sind also Unternehmen, die gemessen an ihrer langen Dividendenhistorie eine hohe Qualität aufweisen. Das bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass jeder Dividenden Aristokrat zu jeder Zeit ein gutes Investment sein muss!

Wie war die Performance der Dividenden Aristokraten?

Die untere Grafik zeigt Dir zwei Kursverläufe über den Zeitraum der letzten 10 Jahre. In diesen 10 Jahren ist auch der große Börsencrash 2008 enthalten.

Der grüne Kursverlauf bildet die Entwicklung des S&P 500 (Aktienindex der 500 größten amerikanischen Unternehmen) mit einer durchschnittlichen Rendite von 7.79 % pro Jahr ab.

Der blaue Kursverlauf zeigt hingegen die Entwicklung der S&P 500 Dividend Aristokraten welche mit einer Durchschnittsrendite von 10.29 % den S&P 500 deutlich übertroffen, in Börsensprache „outperformt“ haben.

Nicht nur die Outperformance der Dividenden Aristokraten gegenüber des, S&P 500 ist dabei bemerkenswert, sondern auch, dass alle gezahlten Dividenden über diesen 10-Jahres-Zeitraum für 31 % der Gesamtrendite des Marktes verantwortlich waren.

Diese 31 % zeigen deutlich den Beitrag den Dividenden für die Gesamtrendite jeden Aktionärs leisten!

In obiger Grafik ist der Vergleich zwischen dem S&P 500 und den Dividenden Aristokraten abgebildet. Die blauen Balken (S&P 500) bzw. die orangefarbenen Balken (Dividenden Aristokraten) zeigen die reale Performance. Interessant sind allerdings die grauen Balken. Diese zeigen uns, ob die Dividenden Aristokraten relativ gesehen besser oder schlechter abgeschnitten haben als der S&P 500.

Insbesondere in Krisenzeiten signalisiert uns der graue Balken, dass die Dividenden Aristokraten deutlich weniger volatil sind als der gesamte S&P 500. Beispielsweise fiel der S&P 500 2008 um 37 % und die Dividenden Aristokraten hingegen nur um 21.9 %.

Gehen wir noch etwas weiter zurück ins Jahr 2000, 2001 und 2002 sehen wir sogar das nach Platzen der Tech Bubble die Dividenden Aristokraten sogar teilweise positive Ergebnisse lieferten, während hingegen der Gesamtmarkt starke Einbrüche hinnehmen musste.

Einfach ausgedrückt bedeutet das: In negativen Marktphasen Outperformen die Dividenden Aristokraten den Gesamtmarkt (weil sie weniger stark fallen) und in guten Zeiten halten sie mit der normalen Performance Schritt. Kombiniert ergibt beides eine sehr attraktive Rendite, besonders auch unter Risikogesichtspunkten.

Halten wir also an dieser Stelle fest, dass die Dividenden Aristokraten zum einen die letzte Dekade eine bessere Gesamtrendite geliefert haben und in Krisenzeiten weniger volatil waren als der Benchmark S&P 500.

 Was könnten die Gründe für dieses historisch bessere Abschneiden sein?

Natürlich kann über die Gründe warum gerade die Dividenden Aristokraten in der Vergangenheit so gut abgeschnitten haben nur spekuliert werden, jedoch gibt es einige interessante Faktoren, unserer Meinung nach Vorteile, die es zu erwähnen gibt.

1. Für das Warten bezahlt zu werden.

Während ein Dividendeninvestor auf Kurssteigerungen wartet, wird er mit Dividendenzahlungen belohnt.

2. Ein passiver sicherer Einkommensstrom

Dividenden von Dividenden Aristokraten bieten einen regulären und zudem sehr sicheren Einkommensstrom.

3. Ein wachsender Einkommensstrom

Nachdem Dividenden Aristokraten ihren Status nur durch eine jährliche Dividendensteigerung erhalten, wächst der Einkommensstrom mit hoher Wahrscheinlichkeit jährlich um einige Prozent. Unabhängig davon, ob der Aktienkurs steigt oder fällt!

4. Steigende Aktienkurse

Eine steigende Dividende geht in der Regel mit steigenden Aktienkursen einher, denn die Dividende zu erhöhen bedeutet meistens auch, dass die Geschäfte gut laufen!

5. Kapitalschutz

Dividenden Aristokraten sind häufig deutlich etablierter und stabiler als das Durchschnittsunternehmen. Sie können schlechten Börsenphasen und Rezessionen häufig besser trotzen als spekulativere Aktien und bieten somit einen besseren Kapitalschutz als die normale Aktie!

Aber vielleicht haben Dividenden Aristokraten historisch auch nur eine bessere Performance abgeliefert, da sie im Durschnitt häufig die qualitativ hochwertigeren Unternehmen sind. Vielleicht ist es an der Börse wie im normalen Leben auch? Qualität setzt sich langfristig eben durch!

Aus welchen Branchen stammen die Dividenden Aristokraten?

Wie bereits erwähnt haben sich aktuell 51 Unternehmen den Titel Dividenden Aristokrat verdient. Interessant für uns als Investoren ist es zudem zu wissen, aus welchen Branchen diese extrem zuverlässigen Dividendenzahler stammen. Betrachten wir hierzu nachfolgenden Tortenchart, um der Branchenverteilung der Dividenden Aristokraten auf die Schliche zu kommen!

Wie wir dem Diagramm entnehmen können, entfällt mit etwas mehr als einem Viertel der größte Teil der Dividenden Aristokraten auf Hersteller sogenannte Basiskonsumgüter.

Basiskonsumgüter sind dabei Produkte, die für unser tägliches Leben essenziell sind. Hierunter fallen z. B. Lebensmittel, Getränke, Haushaltswaren (Zahnpasta, Toilettenpapier, Seife usw.), Tabakerzeugnisse und anderes.

Konsumenten können oder wollen auch unter finanziell schwierigen Bedingungen nicht auf diese Basiskonsumgüter verzichten. Hersteller solcher Produkte gelten daher als besonders rezessionsresistent, da ihre Erzeugnisse einer konstanten Nachfrage unterliegen.

Diese Planbarkeit, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, machen Basiskonsumgüterhersteller zu sehr soliden und sicheren Dividendenzahlern.

Technologieunternehmen sind hingegen mit knapp 2% sehr schwach in den Dividenden Aristokraten vertreten.

Das liegt zum einem daran, dass Technologieunternehmen noch keine so lange Dividendenhistorie haben, denn viele etablierte Tech-Unternehmen haben erst im letzten Jahrzehnt damit begonnen, Dividenden auszuschütten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist aber auch, dass die Technologiebranche einem schnellen Wandel unterliegt und sich nur sehr wenige Unternehmen so behaupten können, dass sie für so lange Zeit erfolgreich am Markt tätig sind.

In nachfolgender Grafik sind die Unterschiede der Branchenverteilung von S&P 500 und den Dividenden Aristokraten nochmals genau aufgeschlüsselt.

Die Branchen, die am stärksten in den Dividenden Aristokraten vertreten sind, sind also Basiskonsumgüter, Industrieunternehmen und das Gesundheitswesen mit gemeinsam über 55 % Anteil an den Aristokraten.

Betrachten wir nun die Unternehmen innerhalb dieser Branchen, stellen wir fest, das gerade so langweilige Unternehmen wie   ( ) (Konsumgüter),   ( ) (Industrieunternehmen) oder   ( ) (Gesundheitswesen) zu den Dividenden Aristokraten gehören.

Bei den Dividenden Aristokraten finden wir also nicht den nächsten heißen Aktientipp, sondern eher sehr solide Unternehmen, nach deren Produkten vermutlich auch in den kommenden Jahren noch ein regelmäßiger Bedarf besteht.

Hier findest du alle Dividenden Aristokraten nach Branchen aufgeschlüsselt. Einen Chart und die wichtigsten Dividendendaten haben wir ebenfalls hinzugefügt.

Sollten wir bereits einen Artikel zu dem jeweiligen Wert verfasst haben verlinken wir dir diesen selbstverständlich! Diese Artikel sollen einen Ausgangspunkt für Dich und Deine Recherche darstellen, ob der ein oder andere Dividenden Aristokrat zu Dir und Deinem Portfolio auf dem Weg in die finanzielle Freiheit passt.

Archer-Daniels-Midland (ADM)
Brown-Forman (BF-B)
Colgate-Palmolive (CL)
Clorox (CLX)
Coca-Cola (KO)
Hormel Foods (HRL)
Kimberly-Clark (KMB)
McCormick & Company (MKC)
PepsiCo (PEP)
Procter & Gamble (PG)
Sysco Corporation (SYY)
Wal-Mart (WMT)
Walgreens Boots Alliance (WBA)

Symbol Last Trade Price Change (%) Dividend per Share Dividend Yield Ex-Dividend Date Dividend Pay Date
Cintas (CTAS)
Dover (DOV)
Emerson Electric (EMR)
Illinois Tool Works (ITW)
3M (MMM)
Pentair (PNR)
Stanley Black & Decker (SWK)
W.W. Grainger (GWW)
General Dynamics (GD)

Symbol Last Trade Price Change (%) Dividend per Share Dividend Yield Ex-Dividend Date Dividend Pay Date
Abbott Laboratories (ABT)
AbbVie (ABBV)
Becton, Dickinson & Company (BDX)
C.R. Bard (BCR) Wird von BDX gekauft!
Cardinal Health (CAH)
Johnson & Johnson (JNJ)
Medtronic (MDT)

Symbol Last Trade Price Change (%) Dividend per Share Dividend Yield Ex-Dividend Date Dividend Pay Date
Genuine Parts Company (GPC)
Leggett & Platt (LEG)
Lowe’s (LOW)
McDonald’s (MCD)
Target (TGT)
V.F. Corporation (VFC)

Symbol Last Trade Price Change (%) Dividend per Share Dividend Yield Ex-Dividend Date Dividend Pay Date
Aflac (AFL)
Cincinnati Financial (CINF)
Franklin Resources (BEN)
S&P Global (SPGI)
T. Rowe Price Group (TROW)

Symbol Last Trade Price Change (%) Dividend per Share Dividend Yield Ex-Dividend Date Dividend Pay Date
Air Products and Chemicals (APD)
Ecolab (ECL)
PPG Industries (PPG)
Sherwin-Williams (SHW)
Nucor (NUE)

Symbol Last Trade Price Change (%) Dividend per Share Dividend Yield Ex-Dividend Date Dividend Pay Date
Chevron (CVX)
Exxon Mobil (XOM)

Symbol Last Trade Price Change (%) Dividend per Share Dividend Yield Ex-Dividend Date Dividend Pay Date
Automatic Data Processing (ADP)

Symbol Last Trade Price Change (%) Dividend per Share Dividend Yield Ex-Dividend Date Dividend Pay Date
Federal Realty Investment Trust (FRT)

Symbol Last Trade Price Change (%) Dividend per Share Dividend Yield Ex-Dividend Date Dividend Pay Date
AT&T (T)

Symbol Last Trade Price Change (%) Dividend per Share Dividend Yield Ex-Dividend Date Dividend Pay Date
Consolidated Edison (ED)

Symbol Last Trade Price Change (%) Dividend per Share Dividend Yield Ex-Dividend Date Dividend Pay Date

 

Comments 2

  1. Der Beitrag ist TOP.

    Wie soll man damit umgehen, dass Quasi fast alle Aktien einen ziemlich hohen KGV aufweisen. Meist weit über 15.

    Macht es Sinn diese jetzt zu kaufen oder lieber zu warten bis irgendeiner dieser Titel im Preis fehlt und diesen dann zu kaufen?

    1. Post
      Author

      Hallo Nik,
      ja, leider sind die Börsen mittlerweile generell recht teuer, was auch mit der Geldschwämme der Zentralbanken zusammenhängt. Es stellt sich erst mal die Frage, ob man sein Kapital in bar liegen lässt und es damit der Inflation aussetzen möchte, oder dieses lieber inflationsgeschützt in Aktien anlegt und dafür bereit ist teuer zu kaufen.

      Auch ist wohl die Frage entscheidend, ob du mit der Höhe der Dividende zufrieden bist oder nicht. Das kannst letztendlich nur du dir beantworten. Vielleicht ist es hilfreich zu betrachten, wie hoch die Dividendenrendite eines Unternehmens historisch war. Heißt: Bekomme ich aktuell viel Dividende für mein Geld oder eher weniger.

      Seine Kaufentscheidung nur anhand der Höhe des KGV festzulegen ist generell keine besonders gute Entscheidung, denn das KGV hängt ja auch häufig von der Branche und der Qualität eines Unternehmens ab. Ein KGV von 20 kann für das eine Unternehmen sehr teuer und für das andere sehr billig sein.

      Vielleicht setzt du dir auch einfach Zielmarken, zu welchen Kursen welches Unternehmen für dich interessant ist, und kaufst dann bei kommenden guten Gelegenheiten. Alternativ kannst du auch nur eine kleine Position eröffnen und diese zu besseren Kursen immer mal wieder vergrößern (also Dollar-Cost Averaging betreiben). Viele Szenarien sind denkbar!

      Es hängt eben von vielen individuellen Faktoren ab, ob ein Kauf in deiner speziellen Situation sinnvoll ist oder nicht. Eine pauschalisierte Antwort zu geben ist deshalb sehr schwer. Letztendlich kannst nur du dir beantworten welche Kurse du bereit bist zu akzeptieren und welche nicht!

      Grüße

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