Dividenden Aristokrat Archer-Daniels-Midland Company (ADM)

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Der Dividenden Aristokrat Archer-Daniels-Midland Company (Symbold: ADM / WKN: 854161) kann auf eine über 100 jährige Geschichte zurückblicken.

Gegründet wurde das Unternehmen 1902 von George A. Archer und John W. Daniels. Zu Beginn beschäftigte es sich ausschließlich mit dem Pressen von Leinöl. Aus der Übernahme von Midland Linseed Products Company durch die Archer-Daniels Linseed Company ging das uns heute unter Archer-Daniels-Midland Company bekannte Unternehmen hervor.

Im Laufe der Jahre kamen immer weitere Geschäftsbereiche zu seiner agrarindustriellen Palette hinzu und heute gehört ADM zu den weltweit größten Verarbeitern von Sojaschrot, Sojaöl, Palmöl, Ethanol, Fructosesirup und Backmehlen.

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Überblick über die Geschäftstätigkeit von ADM

Das in Chicago, Illinois sitzende Unternehmen betreibt mittlerweile mehr als 250 Produktionsstätten weltweit und machte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von über 62 Milliarden US Dollar. Rund um den Globus werden ca. 32.000 Mitarbeiter beschäftigt.

ADM gehört damit global gesehen zu einem der führenden Verarbeitern landwirtschaftlicher Rohstoffe. Neben bereits genannten Produkten gehören ebenfalls das verarbeiten von Ölsaaten, Mais, Weizen, Kakao und anderen Futtermitteln, sowie das Herstellen von Pflanzenöl, Eiweißmehl, Maissüßstoffe zu der Geschäftsstätigkeit von ADM.

Archer Daniels Midland teil seine Bereiche unteranderen in ADM Corn Processing, ADM Kakao, ADM Food Additives, ADM Lecithin, ADM Milling, ADM Monoglycerides, ADM Vitamin E, ADM Protein Specialities und ADM Food Oils ein.

In der jüngeren Vergangenheit engagiert sich ADM auch zunehmend in der Kraftstoffproduktion, insbesondere in den Bereichen Biodiesel und Ethanol.

Darüber hinaus werden auch Dienstleistungen rund um das Lagern und den Transport landwirtschaftlicher Produkte angeboten.

Wettbewerbsvorteile von ADM

ADM gehört seit Langem zu den Branchenriesen im Bereich der Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe, weshalb vermutlich ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil gegenüber den meisten Konkurrenten vorliegt.

Archer Daniels Midland dürfte schlicht aufgrund seiner Größe von positiven Skaleneffekten profitieren. Vereinfach gesagt kann ADM mit einem Kapitaleinsatz von 4 Millionen $ einfach mehr Endprodukte produzieren als 2 kleinere Mittbewerber mit jeweils 2 Millionen $ Kapitaleinsatz.

Beispielsweise ist ADM der größte Mais Verarbeiter der Welt. Global gesehen besitzt ADM 500 Anbauflächen, 250 Produktionsstätten zur Zutatenherstellung, 38 Innovationszentren sowie eines der ausgereiftesten globalen Transportnetze seiner Branche.

Entwicklung der Dividende

Da Archer Daniels Midland ein Dividenden Aristokrat ist, wissen wir bereits, dass das Unternehmen seine Dividende mindestens 25 Jahre in Folge jährlich erhöht haben muss. Jedoch reicht die Dividendenhistorie von ADM deutlich länger in die Vergangenheit.

Seine erste Dividende hat ADM im Jahr 1927 gezahlt. Seither hat das Unterhemen 340 mal, also jedes Quartal, eine Dividende gezahlt. Im Jahr 1976 hat ADM dann damit begonnen, seine Dividende jedes Jahr in Folge anzuheben. Das bedeutet, dass Archer Daniels Midland 2017 seine Dividende seit 41 Jahren in Folge erhöht hat. In nachfolgende Grafik kannst Du die Steigerungen der Dividende von 1997 bis 2016 in $, aber auch Prozentual von Jahr zu Jahr nachvollziehen.

 

Um die Sicherheit einer Dividendenzahlung rudimentär abschätzen zu können, spielt auch das Payout Ratio eine große Rolle.

 

Mit einem Payout Ratio von 56 % (Stand April 2017) dürfte ADM auch die nächsten Jahre vermutlich in der Lage sein, seine Dividendenzahlung weiter anzuheben. Tendenziell liegt das aktuelle Payout Ratio jedoch bereits etwas höher als dies historisch gesehen für die letzten 20 Jahre der Fall war. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob ADM das Payout Ratio senkt, stabil hält oder ob es eventuell sogar weiter ansteigt.

Aktuelle Daten bzgl. ADM´s Dividende

Entwicklung in Rezessionen

Eine wichtige Frage für Dividendeninvestoren ist immer wie der entsprechende Wert während einer Rezession oder einem Börsencrash abgeschnitten hat. Als ein Unternehmen mit über 100 jähriger Erfahrung hat ADM schon die ein oder andere Krise kommen und wieder gehen sehen. Doch wie hat ADM beispielsweise die Krisen im Jahr 2001 und 2008 gemeistert?

 

Das Platzen der Internetblase zu Beginn des Jahrtausends hatte keine großen Auswirkungen auf ADM´s Gewinn und Free Cash Flow je Aktie. Vielmehr hat sich das Unternehmen auch in dieser Phase sehr gut entwickelt und konnte sogar seinen Gewinn je Aktie jedes Jahr steigern.

Die Finanzkrise aus dem Jahr 2008 hatte deutlich mehr Auswirkungen auf den Gewinn je Aktie, jedoch ging es im Jahr 2010 wieder deutlich bergauf. Auch der Free Cash Flow je Aktie war insbesondere 2008 stark negativ, erholte sich jedoch 2009 wieder.

Auch im Jahr 2011 sehen wir einen Einbruch des Freien Cash Flows. Für 2008, aber auch 2011 gilt, dass die Einbrüche des Cash Flows detailliert analysiert werden müssten, um genaue Gründe zu benennen. Auch Auswirkungen von Sondereffekten könnten für diese Einbrüche verantwortlich sein.

Generell müssen landwirtschaftliche Rohstoffe natürlich auch während einer Rezession verarbeitet und transportiert werden. Dies führt dazu, das ADM tendenziell ein sehr rezessionsresistentes Geschäftsmodell aufweist. Es lässt sich eben viel leichter auf das neueste Smartphone wie auf das Mehl als Grundnahrungsmittel verzichten.

Hauptrisikofaktoren von Dividenden Aristokrat Archer Daniels Midland

Ein global agierendes Unternehmen wie ADM ist natürlich einer Vielzahl von Risikofaktoren ausgesetzt, die auch einen Einfluss auf das Betriebsergebnis haben können. Einige Risikofaktoren von denen ADM betroffen sein kann, sind z. B.:

  1. Die Verfügbarkeit der Agrarrohstoffe und der Agrarrohstoffprodukte, sowie die Preisschwankungen, denen diese Produkte unterliegen. Die Verfügbarkeit sowie die Preise können z.B. durch schlechte Wetterbedingungen, Pflanzenseuchen, Regierungsprogramme, Konkurrenzunternehmen sowie von anderen Faktoren beeinflusst werden, auf die ADM keinen Einfluss nehmen kann. Diese Unwägbarkeiten können das operative Ergebnis negativ beeinflussen.
  2. ADM bewegt sich in einer stark von der Konkurrenz umkämpften Branche, woraus sich selbstverständlich diverse unternehmerische Risiken ergeben können.
  3. Schwankungen von Energiepreisen können das operative Ergebnis von ADM negativ beeinflussen, da beispielsweise Verarbeitungsanlagen mit Strom, Erdgas oder Kohle angetrieben werden. Zudem stellt ADM Ethanol und Biodiesel her, wodurch es natürlich ebenfalls von Preisrückgängen in diesen Bereichen betroffen ist.
  4. ADM ist von wirtschaftlichen Abschwüngen, aber auch regional bezogenen Wirtschaftsvolatilitäten betroffen, die das operative Ergebnis negativ beeinflussen können.
  5. ADM unterliegt zahlreichen Gesetzten, Vorschriften und Mandaten weltweit, die sich negativ auf das operative Ergebnis sowie die zukünftige Strategie des Unternehmens auswirken können. Nachdem ADM in 163 Ländern weltweit aktiv ist, muss es sich den jeweiligen Anforderungen anpassen und Veränderungen von Gesetzten, Bestimmungen und anderen staatlichen Eingriffen können sich negativ auswirken.
  6. Sich verändernde Konsumentenpräferenzen können sich negativ auf die Nachfrage bestimmter Produkte auswirken die ADM herstellt. Ein Beispiel hierfür könnte ein erhöhtes Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten gegenüber Getränke- und Nahrungsinhaltsstoffe, wie Stärke und Süßstoffe sein.

Einen detaillierten Überblick über weitere Risikofaktoren kann dem Jahresbericht von ADM entnommen werden, in welchem das Unternehmen wahrheitsgetreu auf die seiner Ansicht nach größten Risiken für das Unternehmen eingehen muss.

Abschließende Gedanken zu Archer-Daniels-Midland Company

ADM ist eines der Topunternehmen seiner Branche und dürfte schwer zu ersetzten sein, da für die Produkte die ADM herstellt, auch zukünftig immer eine Nachfrage bestehen dürfte. Selbstverständlich ist auch ein Unternehmen mit solch langer Historie nicht vor unternehmerischen Risiken gefeit. Das Geschäftsmodell von ADM zeigt jedoch, dass es etliche Krisen und sogar Weltkriege überstanden hat.

Seinen Status als Dividenden Aristokrat mit seit 1976 jährlichen Dividendenerhöhungen dürfte Archer Daniels Midland wohl nur im absoluten Ausnahmefall aufgeben, da viele Investoren auf eine Dividendenkürzung sehr negativ reagieren würden.

Ein moderates Payout Ratio, eine lange Dividendenhistorie, gepaart mit einem sehr krisenresistenten Geschäftsmodell sind hoffentlich der Stoff, aus dem noch viele weitere Jahre kontinuierlicher Dividendenerhöhungen hervor gehen.

Auf unserer Übersichtseite zu den Dividenden Aristokraten findest du noch weitere Unternehmensprofile! Was hältst Du von ADM? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

ADM

 

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