Dieser Alltagsgegenstand kostet Dich ein Vermögen!

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Mehrere Hunderttausend € könntest Du reicher sein, wenn Du in Rente gehst. Die einzige Sache bei der Du Dich als junger Mensch stark einschränken oder sogar besser ganz darauf verzichten solltest ist Dein Auto!

Ich erinnere mich noch daran, als mein damaliger Volkswirtschaftsprofessor uns in eine Vorlesung nebenbei den Tipp gab, so lange wie möglich auf das eigene Auto zu verzichten und wenn das nicht geht, zumindest von einem Neuwagen Abstand zu nehmen.

Ein wirklich sehr guter Tipp, wenn wir uns die Kosten die ein eigener Pkw verursacht, betrachten. Besonders interessant wird es allerdings dann, wenn wir einen Blick auf die uns entgangene Rendite werfen, falls wir ein Auto unterhalten müssen.

Was kostet so ein Auto eigentlich monatlich?

Die Kosten, die ein Auto verursacht, hängen natürlich von Marke, Modell, neu oder gebraucht und vielen weiteren Faktoren ab.

Der ADAC und Stiftung Warentest schätzen hier durchschnittlich 200 € für einen Gebrauchtwagen und 500 € monatliche für einen Neuwagen. Um das Ganze richtig greifbar zu machen, können wir uns wieder beim ADAC-Autokosten-Rechner über die anfallenden Kosten informieren. Wir haben die freie Modellwahl!

Welcher Wagen könnte einen jungen Menschen, der gerade anfängt Geld zu verdienen, ansprechen? Wir entscheiden uns für einen Kompaktwagen eines Münchner Automobilherstellers mit der kleinsten Motorisierung von 1.6 Litern. Hey, wir sind schließlich sparsam 😊

Ob da schon die versprochene Freude am Fahren aufkommt? Vielleicht, aber wir stehen ja noch am Beginn unserer Automobilkarriere, ganz nach dem Motto „kommt mehr Geld, kommt dickere Auto!“

Also was kostet uns nun unser Schnuckelchen aus Bayern? Zwar komplett ohne Sonderausstattungen, aber dafür mit weiß-blauem Logo, einem Basispreis von 23.550 € und einer Fahrleistung von 15.000 Kilometern pro Jahr?

Der ADAC behauptet:

  • Fixkosten 91 €
  • Werkstatt 65 €
  • Betrieb 116 €
  • Wertverlust 312 €

Was sich zu läppischen 584 € monatlich summiert! 584 € monatlich für einen schlecht ausgestatteten und schwach motorisierten Kompaktwagen? What the fuck!!!

Zum Glück merkt man den Wertverlust erst bei Verkauf, weshalb es monatlich nicht ganz so weh im Portemonnaie tut 😉

Der Österreicher würde wohl sagen „Ja bist Du deppert“.

Natürlich geht es auch günstiger einen Neuwagen zu fahren, aber die Kosten sind eigentlich immer enorm. Der Wertverlust, die Vollkaskoversicherung sowie die fast zwingende Scheckheftpflege schlagen bei den Kosten eines Neuwagens gnadenlos zu. Beispielsweise betragen die Kosten für den günstigsten Kleinstwagen 317 € monatlich. Also KLEINSTwagen, nicht Kleinwagen! Darf man das überhaupt noch Pkw nennen?

Dein Auto ist ein Muss?

Kannst Du nicht ohne Auto, einfach weil Du in einer ländlichen Gegend lebst, oder Du es für den Arbeitsweg brauchst? Dann kaufe lieber einen vernünftigen Gebrauchtwagen! Ist der Wagen etwas älter, kannst Du alleine dadurch, dass Du keine Vollkaskoversicherung mehr benötigst und geringere Wertverluste zu verzeichnen hast, bereits enorme Summen jährlich sparen.

Das geht natürlich nur, wenn Dich Dein eigener Verlust im Schadensfall nicht belastet, sprich Dein Auto relativ wenig wert ist. Auch die Scheckheftpflege beim Hersteller hat keinen so hohen Stellenwert mehr, denn ein älteres Auto kommt nur in die Werkstatt, wenn es nötig ist.

Versuche einfach die 200 € die vom ADAC und Stiftung Warentest genannt werden zu unterschreiten!

Sagen wir, Du sparst so ca. 300 € im Monat weil Du einen Gebraucht- statt einen Neuwagen fährst. Das ergibt dann im Jahr ca. 3.600 €!

Sagen wir, Du fängst mit 25 Jahren an und ziehst es bis zu Deinen 65 Lebensjahr durch. Nach 40 Jahren hast Du so 144.000 € eingespart.

Investierst Du das Geld sinnvoll, bist Du bis zur Rente reich!

Einigermaßen geschickt angelegt solltest Du wohl durchschnittlich ca. 7 % Rendite erzielen (historisch gesehen lag die durchschnittliche jährliche Rendite am Aktienmarkt sogar höher).

Was wird nun aus diesen 3.600 € hart ersparten Geldes wenn Du es 40 Jahre lang, zu 7 % anlegst?

Nach 40 Jahren hast Du 745.936,60 € alleine dadurch an Vermögen aufgebaut, das Du ein älteres Auto fährst und das dadurch gesparte Geld sinnvoll angelegt hast!

Du möchtest nicht Dein Leben lang nur eine alte Kiste fahren? Klar, das ist auch irgendwie verständlich. Vielleicht ziehst Du den Vorschlag nur die ersten 10 Jahre, also von 25 bis 35 durch. Das gesparte Geld legst Du trotzdem für 40 Jahre an, denn das wichtigste sind die ersten Jahre, in denen Du sparsamer bist.

Auf dieselbe Weise angelegt, werden aus diesen 36.000 € gespartem Kapital nach 40 Jahren 392.983,87 €. Nicht schlecht oder?

Wohlstandsräuber Auto?

Natürlich ist es gewagt des Deutschen liebstes Kind, als massiven Wohlstandsräuber darzustellen. Es ist allerdings Fakt, dass es sehr viele Leute in Deutschland gibt, die ihre potenzielle finanzielle Freiheit gegen eine dicke Kiste eintauschen.

Gepaart mit einem der schlechtesten Anlageverhalten aller Industrienationen braucht sich eigentlich niemand wundern, wieso das durchschnittliche Haushaltsvermögen der deutschen, im Vergleich mit seinen europäischen Nachbarn geradezu lächerlich ist.

Als stärkste Wirtschaftskraft der EU trotzdem zu den ärmsten zu gehören ist schon eine einmalige Leistung. Aber schuld sind selbstverständlich die anderen und nicht das eigene Verhalten!

Überlege Dir also genau, wie viel Dir Deine Mobilität tatsächlich wert ist, und vor allem welche Opportunitätskosten anfallen, wenn Du eine falsche, also zu teure Entscheidung triffst!

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