Der Dividenden Aristokrat The Coca Cola Company (KO)

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Den heutigen Dividenden Aristokraten sollte fast jedes Kind kennen und lieben! The Coca Cola Company (Symbol: KO / WKN: 850663) ist der weltweit größte Hersteller nichtalkoholischer Getränke und hat seinen Sitz in Atlanta, Georgia in den USA.

Die Marke Coca Cola zählt dabei seit etlichen Jahren zu den bekanntesten Markennamen weltweit. Interbrand taxierte den Wert der Marke Coca Cola 2016 auf ca. 73 Milliarden US-Dollar, was sie zur dritt wertvollsten Marke der Welt macht.

Das Getränk Coca Cola wurde am 8. Mai 1886 von John Stith Pemberton ursprünglich als Medizin erfunden um eine Alternative für das damals beliebte, aber stark mit Nebenwirkungen behaftet Morphin zu finden. Anfänglich wurde Coca Cola für 5 Cent das Glas in Apotheken und den damals beliebten Soda Bars vertrieben.

Im Laufe der folgenden Jahrzehnte trat Coca Cola dann seinen weltweiten Siegeszug an. Heute werden die Getränke der Coca Cola Company ca. 1,9 Milliarden mal pro Tag, oder fast 22.000 mal pro Sekunde konsumiert.

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Market Cap
Shares Traded
Volume

Überblick über die Geschäftstätigkeit von The Coca Cola Company

The Coca Cola Company besitzt über 500 verschiedene nichtalkoholische Getränkemarken weltweit und verkauft seine Produkte in so ziemlich jedes Land der Erde. Mit Coca-Cola, Cola-Light, Fanta und Sprite gehören dem Unternehmen 4 der Top 5 Erfrischungsgetränkemarken der Welt.

Es werden aber auch Wasser, aromatisiertes Wasser, Vitaminwasser, Säfte und Saftgetränke, Eistee, Kaffeegetränke, Molkegetränke, Sportgetränke und Energy Drinks vertrieben.

Durch ein Netzwerk von firmeneigenen Abfüll- und Verteilungsbetrieben, unabhängigen Abfüllpartnern, Distributoren, Groß- und Einzelhändlern sowie dem weltweit größten Getränkeverteilungssystem sind die Produkte von Coca Cola in fast allen Regionen der Welt allgegenwärtig.

In Deutschland bekannte Marken der Coca Cola Company sind:

  • Coca-Cola, Coca-Cola Light, Coca-Cola Zero, Coca-Cola Life
  • Fanta, Fanta Klassik
  • Mezzo Mix
  • Sprite
  • Nestea
  • Glaceau Vitaminwater
  • Powerrade
  • Apollinaris
  • Bonaqua
  • Vio
  • Lift
  • Fruttopia
  • Chaqwa
  • Schweppes

Damit bietet Coca-Cola seinen Kunden alleine in Deutschland, die Möglichkeit, aus über 80 Produkten und nahezu jedem Segment alkoholfreier Getränke zu wählen. Viele Menschen sind überrascht, wenn sie feststellen, dass eines ihrer Lieblingsgetränke aus dem Hause Coca Cola stammt, obwohl dieses nicht direkt auf den ersten Blick als solches zu erkennen ist.

Coca Cola selbst misst sein Verkaufsvolumen in sogenannten „Unit Cases“ was 5,678 Litern je Unit Case entspricht. 2016 verkaufte das Unternehmen 29.3 Milliarden Unit Cases, was etwas mehr als unglaublichen 163 Milliarden Litern entspricht.

Diese Unit Cases lassen sich wie folgt prozentual auf die verschiedenen Regionen aufteilen:

  • Europa, Mittlerer Osten und Afrika 29 %
  • Latein Amerika 28 %
  • Asien Pazifik 23 %
  • Nord Amerika 20 %

Der Getränkeriese beschäftigte weltweit im Jahr 2016 ca. 100 Tausend Mitarbeiter und machte einen Umsatz von 41.86 Milliarden US-Dollar. Coca-Cola gehört damit zu den 500 größten Unternehmen der USA und ist im Aktienindex S&P 500 gelistet. An der Börse ist das Unternehmen aktuell 186 Milliarden US-Dollar (Stand 16 Mai 2017) wert.

Wettbewerbsvorteile von The Coca Cola Company

Ein entscheidender Wettbewerbsvorteil von Coca Cola ist sicherlich das extrem starke und weitverbreitete Markenportfolio, dass eine Vielzahl an sehr beliebten Getränken beinhaltet. Beispielsweise besitzt KO 20 Marken, die jeweils über 1 Milliarde US-Dollar Umsatz im Jahr generieren.

Die Marke Coca Cola selbst ist dabei bereits über 100 Jahre alt. Die meisten Menschen möchten, wenn sie eine Cola trinken, eine „echte Cola“. Kunden weltweit verbinden mit dem Getränk Cola das Original von Coca Cola, denn alles andere ist schließlich nur eine Kopie! Es gibt kaum eine andere Marke, die sich derart in die Köpfe der Menschen eingebrannt hat wie der weiße Schriftzug auf rotem Hintergrund.

Die Tatsache das Coca Cola relativ günstig zu produzierende Produkte herstellt, kombiniert mit seiner dominanten Marktstellung sorgt dafür, dass das Unternehmen viel größere Mengen Geld in Werbekampagnen stecken kann, als die meisten seiner Konkurrenten. Im Jahr 2016 hat KO ca. 4 Milliarden US-Dollar zur Vermarktung seiner Produkte in Werbekampagnen investiert.

Rein im Bereich der Limonaden hatte Coca Cola 2015 laut Bloomberg beispielsweise einen Marktanteil von 48,5 %. Was diesen damit mehr als doppelt so groß macht, wie der des nächsten Konkurrenten   ( ), der lediglich 20.9 % Marktanteil besitzt.

Aber auch in anderen Bereichen der Getränkeindustrie wie Saft, Energie Drinks (durch Beteiligung an Monster Beverage), Sportgetränken und Wasser belegt KO einen der Top Drei Plätze gemessen an seinem Marktanteil.

Zusammengefasst dürften sich für Coca Cola Wettbewerbsvorteile aus nachfolgenden Faktoren ergeben:

  1. Extrem starke Markennamen, allen voran Coca Cola selbst.
  2. Die Möglichkeit sehr hohe Geldbeträge in Werbung zu investieren.
  3. Die besten Produktplatzierungen im Einzelhandel.
  4. In der Getränkeindustrie das weltweit am stärksten ausgebaute Vertriebsnetz.
  5. Durch Skaleneffekte kann KO seine Produkte günstig produzieren.
  6. Höhe Preissetzungsmacht. Kunden sind gerne bereit auch mehr für die Produkte von Coca Cola zu zahlen.

Es ist wohl nicht gelogen, wenn man behauptet, dass im Bereich der nichtalkoholischen Getränke der Name The Coca Cola Company für marktbeherrschende Dominanz steht.

Konsumentenpräferenzen, insbesondere in den entwickelten Industrienationen, haben sich die letzten Jahre jedoch stark verändert. Ein stärkeres Gesundheitsbewusstsein lässt die Menschen weniger zuckerhaltige Getränke konsumieren. Betrachten wir die Umsatzentwicklung von KO, um festzustellen, ob das Unternehmen in der Lage ist, sich diesen fundamentalen Veränderungen der Konsumentenwünsche anzupassen oder ob die besten Tage für Coca Cola bereits gezählt sind.

Anhand der Grafik stellen wir fest, dass KO seinen Umsatz von 18.87 Milliarden $ 1997 bis zu den 41.84 Milliarden im Jahr 2016 mehr als verdoppelt hat. Nicht ganz so positiv ist jedoch, dass seit dem Hoch von knapp 48 Milliarden $ im Jahr 2012 der Umsatz deutlich zurückgegangen ist.

Als Nächstes werfen wir einen Blick auf die Entwicklung der Margen, um zu sehen, ob auch hier negative Tendenzen festzustellen sind.

In der Tat lässt sich auch hier eine negative Entwicklung bei den erzielten Margen von Coca Cola feststellen. Die Bruttomarge sank von ca. 71 % auf etwas über 60 %, die operative Marge von 26 % auf knapp über 20 % und die Nettomarge verschlechterte sich um ca. 6 % auf 15,9 %.

Die Margen- und Umsatzrückgänge deuten klar auf Komplikationen hin, doch was könnten diese Rückgänge verursacht haben?

Für einen großen Teil der Margen- und Umsatzrückgänge können wir hier den starken US-Dollar verantwortlich machen. Dieser ist für global agierende Unternehmen wie Coca Cola natürlich problematisch. Verkäufe in schwächeren Währungen als dem Dollar bedeuten eben weniger Umsatz und schrumpfende Margen für KO.

Der andere, und vermutlich stärker in der Öffentlichkeit diskutierte Faktor, für diese negative Entwicklung dürfte zum Teil auf die sich verändernden Konsumentenpräferenzen zurückzuführen sein. Beispielsweise ist der Limonadenkonsum in den USA bereits seit ca. einer Dekade rückläufig.

Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass eine Bruttomarge von ca. 60 % und eine Nettomarge von knapp 16 % für die meisten Unternehmen anderer Branchen ein absoluter Traum ist.

Dennoch stellt die aktuelle Entwicklung natürlich eine direkte Bedrohung für das Kerngeschäft von Coca Cola dar und viele Investoren finden diese Entwicklung, insofern sie anhält, natürlich besorgniserregend.

Die Frage, ob sich Coca Cola also die Butter vom Brot nehmen lässt, ist also durchaus berechtigt! Einen Ausblick ob und vor allem wie Coca Cola dieser Entwicklung entgegentritt, findest Du gegen Ende dieses Artikels. Zuerst möchten wir uns allerdings etwas positiveren widmen, nämlich der vergangenen Dividendenperformance von Coca Cola.

Dividendenentwicklung von The Coca Cola Company

The Coca Cola Company ist eines der beliebtesten Dividendenunternehmen überhaupt. Das ist auch nicht verwunderlich, denn der Dividenden Aristokrat hat im Februar 2017 seine Dividende das 55ste Jahr in Folge angehoben, ohne diese Serie jemals zu unterbrechen.

Das macht Coca Cola nicht nur zum Dividenden Aristokraten, sondern das Unternehmen gehört sogar zum noch elitäreren Club der Dividenden Könige. Diesen Titel dürfen nur Firmen tragen, die ihre Dividende mindestens die letzten 50 Jahre jedes Jahr erhöht haben.

Auch wenn das Unternehmen aktuell etwas Gegenwind hat, worauf die rückläufigen Margen hinweisen, zeigt das Management von Coca Cola durch seine Dividendenerhöhungen, dass es weiterhin zuversichtlich ist, diese Probleme in den Griff zu bekommen.

In nachfolgender Grafik kannst Du die Steigerungen der Dividende von 1997 bis 2017 in $, aber auch prozentual von Jahr zu Jahr nachvollziehen.

Bei den Dividendensteigerungen fällt auf, dass Phasen mit relativ niedrigen Steigerungsraten sich mit Phasen höherer Steigerungsraten abwechseln. Insbesondere die letzten Jahre bremst KO aber die Erhöhungen etwas ab. Eine Entwicklung, die wohl auch auf oben genannte Probleme zurückzuführen ist.

Um die Sicherheit einer Dividendenausschüttung rudimentär beurteilen zu können, spielt natürlich auch die Dividendenausschüttungsquote eine wichtige Rolle. Folgende Grafik zeigt Dir die Entwicklung der Ausschüttungsquote unseres heutigen Dividenden Aristokraten.

Beachte das hier das Jahr 2017, anders als bei der Dividende je Aktie, noch nicht angegeben ist, da dies natürlich erst mit dem Abschluss des Jahres möglich ist.

In der Vergangenheit lag das Payout Ratio von Coca Cola eher auf mittlerem Niveau. Seit dem niedrigen Stand von 35 % im Jahr 2010 sehen wir allerdings, dass Coca Cola seither immer mehr seines Gewinns für Dividendenzahlungen aufbringen muss. Im Jahr 2016 betrug die Ausschüttungsquote sogar 94 %, was auf Dauer nicht besonders gesund sein dürfte.

Beruhigend sei jedoch angemerkt, dass KO im Jahr 2016 ca. 6 Milliarden $ an Dividenden ausgeschüttet hat, jedoch noch 22 Milliarden Cash Reserven in der Bilanz stehen hat. Natürlich muss das Payout Ratio mittelfristig wieder auf ein gesünderes Niveau zurückgeführt werden, jedoch dürfte ein Dividendenschnitt aktuell wohl noch nicht zur Debatte stehen. Ein aufmerksames Verfolgen der weiteren Entwicklung ist allerdings klar zu empfehlen!

Aktuelle Daten bzgl. KO´s Dividende

KO´s Entwicklung in Rezessionen

Knapp 130 Jahre hat Coca Cola als Unternehmen nun auf dem Buckel. Die ein oder andere Krise wurde also bereits erfolgreich gemeistert. Krisensicherheit ist für viele Dividendeninvestoren ein ausschalggebender Faktor für ihre Investitionsentscheidung in ein Unternehmen. Daher möchten wir uns nun der Frage widmen, wie sich The Coca Cola Company in den vergangenen Krisen und Rezessionen verhalten hat.

Betrachten wir hier die beiden vergangen großen Börsencrashs im Jahr 2001 und 2008, und blicken zudem auf die aktuellen Probleme denen sich Coca Cola aufgrund des steigenden Gesundheitsbewusstseins in den Industrienationen und einem starken Dollar gegenübersieht.

Wie Du anhand der Grafik sehen kannst, waren unmittelbar nach 2001 und 2008 keine großen Auswirkungen feststellbar. Zwar knickte der Gewinn je Aktie sowohl 2002 und 2008 leicht ein, jedoch ist der Free Cash Flow das bessere Maß, da dieser die tatsächlichen Geldflüsse misst. Wir stellen fest das KO seinen Free Cash Flow während beider Krisen erfolgreich steigern konnte.

Der Aktienkurs von Coca Cola jedoch litt beispielsweise im Jahr 2008 deutlich. Rückblickend dürfte es sich jedoch hier um eine hervorragende Einstiegsgelegenheit in das Unternehmen gehandelt haben, da der Kurs sich seither mehr als verdoppelt hat und der mutige Investor mit einer Dividendenrendite von damals knapp 4 % belohnt wurde. Zudem wären bereits 10 Jahre steigende Dividendenzahlungen auf das Konto dieses Investors geflossen und die Dividende je Aktie hat sich seitdem fast verdoppelt.

Seit 2012 stellen wir allerdings fest, dass sowohl der Gewinn je Aktie, aber auch der Free Cash Flow je Aktie die letzten Jahre eine rückläufige Tendenz aufweisen. Der starke Dollar und die sich verändernden Konsumentenpräferenzen wirkten sich wie zu erwarten nicht positiv auf KO aus. Kombinieren wir das nun mit den Dividendensteigerungen, ist dies auch der Grund für das aktuell recht hohe Payout Ratio.

Generell sind Getränke aber ein eher krisensicheres Geschäftsmodell, auch wenn die Nachfrage nach Coca Colas Kernprodukten die letzten Jahre, zumindest in den Industrienationen, etwas rückläufig war.

Hauptrisikofaktoren von The Coca Cola Company.

Coca Cola unterliegt mit seiner Tätigkeit diversen Risikofaktoren. Als potenzielle Investoren sollten wir uns die Zeit nehmen, etwas auf diese Risikofaktoren einzugehen, denn diese können selbstverständlich auch einen negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis haben. Einige Risikofaktoren, von denen Coca Cola betroffen sein könnte, sind z. B.:

  1. Gesundheitsbezogene Bedenken bezüglich mit Zucker gesüßten Getränken, sowohl staatlicherseits als auch individueller Natur. Dies könnte sich weiterhin negativ auf die Nachfrage nach den Produkten von Coca Cola auswirken. Es besteht die Möglichkeit, das gesüßte Getränke zukünftig höher besteuert werden, um den Verbrauch zu senken. Möglicherweise werden staatliche Vorschriften erlassen, die die Vermarktung, Etikettierung, Verpackung bzw. den Verkauf gesüßter Getränke betreffen. Andere negativ Kampagnen wie Klagen sind nicht auszuschließen. All dies kann negative Effekte auf die Nachfrage und Rentabilität haben.
  2. Wasserknappheit sowie eine schlechte Wasserqualität könnten die Kosten und Kapazitäten von Coca Cola negativ beeinflussen.
  3. Das nicht eingehen auf sich wandelnde Verbraucherpräferenzen könnte dem Geschäft schaden.
  4. Steigende Konkurrenz in dem stark umkämpften Markt der nichtalkoholischen Getränke könnte das Unternehmen negativ beeinflussen.
  5. Sollte es trotz umfangreicher Maßnahmen zur Qualitäts- und Produktsicherheit zu einem Zwischenfall in diesen Bereich kommen, könnte das dem Image von Coca Cola Schaden und zu kostspieligen Rückrufaktionen führen.
  6. Die öffentliche Diskussion und die Besorgnis über auf die Gesundheit negativ wahrgenommene Folgen durch Süßstoffe oder andere biotechnologische Inhaltsstoffe in den Produkten von KO könnte der Nachfrage nach den Produkten von Coca Cola schaden.
  7. Schwankungen bei Fremdwährungen können sich erheblich negativ auf die Finanzergebnisse auswirken.

Diese Risikofaktoren sind dem letzten Geschäftsbericht von Coca Cola entnommen. Einen detaillierten Überblick über weitere Risikofaktoren kannst Du bei Interesse dem aktuellen Jahresbericht entnehmen, in welchem das Unternehmen wahrheitsgetreu auf die seiner Ansicht nach größten Risikofaktoren für das Unternehmen eingehen muss.

Bezogen auf die bereits angesprochenen negativen Auswirkungen auf Umsatz und Margen von Coca Cola, sehen wir, dass das Management sich diesen Risikofaktoren durchaus bewusst ist. Bleibt nach wie vor die Frage zu beantworten, wie Coca Cola dieser negativen Entwicklung Paroli bieten will.

Sind Coca Cola´s Jahre gezählt?

Immer wieder werden Stimmen laut das die besten Jahre des Dividenden Aristokrat Coca Cola gezählt sind. Zurückgehende Umsätze und Margen, ein daraus resultierendes sehr hohes Payout Ratio, sowie sinkender Limonadenkonsum in den Industrienationen lassen diese zweifelnden Stimmen lauter werden. Völlig zurecht!

Doch ebenfalls muss die Frage gestellt werden, was Coca Cola gegen diese Entwicklung unternimmt, oder ob das Unternehmen einfach dabei zu sieht, dass treue Kunden zu den Produkten anderer Unternehmen greifen.

Zuerst einmal sei hier angemerkt, dass Coca Cola immer noch die dominante Rolle in der Branche der alkoholfreien Getränkeindustrie innehat. Generell ist aber der Trend festzustellen, dass kohlesäurefreie Getränke in der Gunst der Konsumenten steigen, da diese ein gesünderes Image haben als beispielsweise Limonaden.

Coca Cola besitzt heute 20 Marken, die mehr als eine Milliarde Umsatz generieren. Interessant zu wissen ist aber auch das bereits 14 dieser Marken kohlesäurefreie Getränkemarken, wie Tee, Wasser, Kaffee oder Säfte sind. Coca Cola hat also den Trend zu vermeintlich gesünderen Getränken aufgegriffen und arbeitet durch globale Expansion und Firmenübernahmen aggressiv daran seinen Marktanteil in diesen Bereichen auszubauen.

Die immensen Geldmengen die Coca Cola für Marketing und Werbung ausgibt, sollten zukünftig für einen steigenden Marktanteil im Bereich der kohlensäurefreien Getränke sorgen.

Mit über 500 Marken weltweit und über 500 neu eingeführten Produkten alleine im Jahr 2016 ist das Unternehmen zudem stark diversifiziert.

Der größte negative Effekt der letzten Jahre lässt sich wohl auf den starken US-Dollar gegenüber anderen wichtigen Währungen zurückführen. Beispielsweise sank 2015 der Umsatz um ca. 4 %, jedoch legte der US-Dollar im selben Zeitraum um 7 % zu, was übersetzt bedeutet, das KO bei einem gleichbleibenden $ seinen Umsatz um ca. 3 % hätte steigern können. Sinkende Nachfrage wird unserer Ansicht nach anders definiert!

Ebenfalls arbeitet KO daran, seine Abfüllbetriebe an unabhängige Firmen auszulagern, so das Coca Cola sich auf sein eigentliches Kerngeschäft, das Herstellen von Sirup und Konzentraten fokussiert. Das Auslagern dieser Abfüllbetriebe wird zu weiter sinkenden Umsätzen führen, da das Abfüllen nicht mehr innerhalb der Coca Cola Company stattfindet.

Dieses Franchise Modell dürfte eine kluge Entscheidung sein, den vermutlich wird Coca Cola aus dieser strategischen Neuausrichtung als deutlich effizienteres und profitableres Unternehmen mit deutlich weniger eigenen Mitarbeitern hervorgehen. Es wird interessant zu beobachten sein, wie sich die Margen die nächsten Jahre entwickeln werden.

Alles in allem sehen wir das der Getränkeriese an vielen Fronten kämpft, um zu altem Glanz zurückzufinden und wenn ein Unternehmen in dieser Branche die Kompetenz und das Geld dafür hat, dann ist das mit Sicherheit The Coca Cola Company!

Abschließende Gedanken zum Dividenden Aristokrat The  Coca Cola Company

Coca Cola ist wohl eine der Kultmarken überhaupt. Die aktuellen Entwicklungen bereiten vielen Investoren natürlich Kopfschmerzen, doch bei genauerer Betrachtung stellt man fest, dass es gute Gründe für diese Entwicklung gibt.

Wir sehen, wenn wir Coca Cola betrachten, ein Unternehmen, dass auf den Weg ist sich einerseits Konsumentenpräferenzen anzupassen und andererseits daran arbeitet, sich zu einem noch profitableren und effizienteren Unternehmen zu entwickeln.

Coca Cola hat durch seine dominante Marktposition, sein starkes Vertriebsnetz, die weltbekannten Marken und seine starke Diversifizierung einen klaren Wettbewerbsvorteil. Vermutlich wird man auch noch in 50 Jahren, wenn die Welt nicht gerade untergeht, an jeder Ecke Produkte von Coca Cola finden.

Coca Cola hat in der Vergangenheit bewiesen, aus welchem Holz es geschnitzt ist und wir sind zuversichtlich, dass das Unternehmen seine Probleme in den Griff bekommt, ja sogar gestärkt aus diesen hervorgeht. Die Zeit wird zeigen, ob wir recht haben.

Vielleicht blicken wir in einigen Jahrzehnten bei einem eisgekühlten Getränk auf die Entwicklung von Coca Cola zurück und wundern uns darüber, dass es diesen Dinosaurier immer noch gibt. Wer weiß, vielleicht stellen wir sogar verdutzt fest, wenn wir das Etikett unseres Getränks inspizieren, das uns immer noch das Logo anspringt, das wir schon in unserer Kindheit lieben gelernt haben. Wie würde man wohl bei Coca Cola sagen? Taste The Feeling!

Was denkst Du? Wird Coca Cola den Wandel erfolgreich meistern oder hat das Unternehmen bereits seine besten Jahre hinter sich? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Übrigens: Auf unserer Übersichtseite findest Du noch weitere lesenswerte Unternehmensprofile anderer Dividenden Aristokraten! Vielleicht interessiert dich ja der Whiskeyhersteller Brown Forman Inc. als sündige Alternative mehr!

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