Das perfekte passive Einkommen

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Nachdem du diesen Text liest, bist du vermutlich jemand, der sich für das Thema passives Einkommen interessiert. Wahrscheinlich hast du dich sogar, zumindest mental, schon mit diversen Methoden beschäftigt, mit denen ein solcher passiver Einkommensstrom generiert werden kann.

In diesem Artikel möchten wir dir, unserer Ansicht nach, den Königsweg zum Aufbau eines nachhaltigen sowie sich zudem langfristig kontinuierlich erhöhenden passiven Einkommens vorstellen. Der große Vorteil dieser Methode liegt darin begründet, dass Sie wirklich im besten Wortsinn passiv ist. Das bedeutet, der mit dieser Methode erzeugte passive Einkommensstrom braucht nach dessen Initialzündung in der Regel, keinerlei zusätzlichen Einsatz mehr von deiner Seite.

Man kann wohl guten Gewissens behaupten, dass diese Methode der Prototyp des perfekten passiven Einkommens ist. Prototyp deshalb, da es sich um wirklich passives Einkommen handelt, welches von zusätzlicher Arbeitsleistung deinerseits vollkommen unabhängig ist. Im Idealfall besteht dieser Einkommensstrom dein Leben lang, ja kann sogar darüber hinaus an deine Nachkommen weitergegeben werden.

Ich arbeite nicht für Geld – mein Geld arbeitet für michRobert T. Kiyosaki

Die meisten anderen, sogenannten passiven Einkommensströme, benötigen hingegen zumindest in unregelmäßigen Abständen zusätzlichen Arbeitseinsatz deinerseits,, um nachhaltig bestand zu haben oder sich gar zu erhöhen. Zwar ist auch bei diesen, unserer Ansicht nach jedoch zweitklassigen Methoden der passiven Einkommensgenerierung, der zusätzliche von dir zu erbringende Arbeitseinsatz nicht mit dem eines normalen 8-to-5-Jobs zu vergleichen, da du recht frei in Bezug dazu bist, wann, wo und wie viel Zusatzarbeit du in den Einkommensstrom steckst. Ganz ohne Zusatzaufwand geht es dann in den allermeisten Fällen dann doch nicht.

Beispiele für solche „zweitklassigen“ passiven Einkommensströme sind bspw. der Betrieb einer Website, die Entwicklung einer App, sowie der Vertrieb von E-Books, Musik und ähnlichem. Natürlich können all diese Produkte unabhängig von zukünftigen Arbeitseinsatz ein passives Einkommen erzeugen, jedoch ist meistens, zumindest in unregelmäßigen Abständen in irgendeiner Form zukünftiger Arbeitseinsatz von dir nötig, um das passive Einkommen langfristig und nachhaltig zu sichern oder sogar zu steigern.

Verstehe uns bitte nicht falsch, denn alle diese Arten, einen mehr oder weniger passiven Einkommensstrom zu generieren, sind wirklich tolle Möglichkeiten und machen im besten Fall sogar eine Menge Spaß. Auch diese Website fällt in diese Kategorie, denn obwohl Sie jede Menge Arbeit verursacht, betreiben wir sie trotzdem. Wenn ihr gut findet, was wir hier machen, wird sich das hoffentlich früher oder später auch für uns in irgendeiner Art und Weise lohnen. Eine Garantie gibt es allerdings nicht. Wir sind uns jedoch auch bewusst, dass es einen besseren Weg gibt passives Einkommen zu generieren und wir wollen das auch du davon profitierst!

Denn die meisten Arten von passiven Einkommen sind streng genommen gar kein passives Einkommen, sondern bestenfalls teilpassiv.

Um echte finanzielle Freiheit zu gewährleisten, muss ein passives Einkommen hingegen echt passiv sein und die folgenden beiden Eigenschaften perfekt erfüllen können:

  • Es muss komplett ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand kontinuierlich Einkommen generieren.
  • Das Einkommen muss nachhaltig bestand haben und sich im besten Fall kontinuierlich selbstständig erhöhen, ohne dass dies Zusatzaufwand für dich bedeutet.

Legen wir genau diese Maßstäbe an, fallen wie du sicherlich erkennst, die meisten Arten sogenannten passiven Einkommens durch das Raster.

Welches ist aber nun das unserer Ansicht nach perfekte passive Einkommen, der Königsweg?

Nachdem wir nun so lange um den heißen Brei herumgeredet haben (was aber notwendig war, um dir die Problematik zu erläutern) kommt hier die kurze schmerzlose und offensichtliche Antwort.

Dividendeneinnahmen!

Wieso sind Dividendeneinahmen das perfekte passive Einkommen?

Dividenden werden in regelmäßigen Abständen an die Aktionäre gezahlt. Während bei deutschen Aktiengesellschaften meist nur im Jahresrhythmus Dividenden ausgeschüttet werden, sind in anderen Ländern auch andere Ausschüttungszeiträume üblich. Insbesondere in den USA ist die quartalsmäßige Ausschüttung sehr häufig. Es gibt jedoch auch Unternehmen, die in Ihrer Dividendenpolitik sogar eine monatliche Ausschüttung durchführen.

Wenn du also einmal dein Geld in eine dividendenausschüttende Aktie investiert hast, erzielst du fortan regelmäßig einen kontinuierlichen Einkommensstrom aus deren Dividendenzahlungen, ohne das deinerseits irgendeine zusätzliche Aktivität vonnöten wäre.

Sofern du dein Geld in einen „guten“ Dividendenzahler investiert hast, fließt zudem nicht nur ein gleichbleibender Betrag, sondern du kannst häufig sogar mit regelmäßigen Dividendenerhöhungen rechnen.

Was wir unter einem guten Dividendenzahler verstehen, werden wir in zukünftigen Beiträgen erläutern. Um dich nicht im Regen stehen zu lassen, gibt es nun ein kleines Beispiel, welches dir verdeutlichen soll, was bei konservativer langfristiger Investition in einen unserer Ansicht nach guten Dividendenzahler faktisch möglich ist.

Würdest du aktuell 100 Aktien von Coca-Cola zum Preis von 40,50 $ (Stand 14.02.2017) kaufen bekämst du eine Dividende von 37 Cent je Aktie je Quartal. Bezogen auf ein Jahr entsprich dies 148 $ oder 3,65 % (vor Abgeltungssteuer). Dies mag nun für sich genommen nicht besonders eindrucksvoll wirken, wobei du hier einen Vergleich mit den aktuellen Zinssätzen, welche du bspw. bei Tagesgeld, Sparbüchern, Rentenversicherungen und ähnlichen „sicheren“ Anlagen erhältst, anstellen solltest. Alleine hierdurch siehst du, dass eine Investition in Coca-Cola Aktien momentan deutlich rentabler ist. Ganz zu schweigen davon, dass in Zeiten weltweiter Überschuldung von Staaten diese Investition wesentlich sicherer erscheint. Lass uns nun die Zeitmaschine anwerfen und betrachten, wie sich eine Investition in Coca-Cola entwickelt hätte, wenn du bereits zu einem früheren Zeitpunkt investiert hättest!

Szenario 1: Du hast vor 5 Jahren in Coca-Cola Aktien investiert.

Bei Investition im Februar 2012 sichertest du dir den Anspruch auf eine Dividendenzahlung in Höhe von 25,5 Cent je Quartal, bzw. 1,02 $ pro Jahr. Wie du siehst, ist die Dividende seither beträchtlich angehoben worden.

Hinweis:
Coca-Cola hat im Februar 2017 seine Dividende das 55. Jahr in Folge erhöht! Damit das auch wirklich bei dir ankommt, solltest du noch mal die Ohren spitzen… Der langweilige Getränkehersteller Coca-Cola hat seine Dividende jedes Jahr seit 55 Jahren ERHÖHT!!!

Hättest du also bereits 2012 die gute Idee gehabt in Coca-Cola zu investieren, hätte sich dein Einkommen aus diesen Aktien seither um ca. 50 % erhöht. Es dürfte schwer sein, in diesem Zeitraum mittels Gehaltserhöhungen einen ähnlichen Zuwachs zu erreichen. Die Aktie notierte damals übrigens bei ca. 33 $. So das aus deiner damaligen Investition in Höhe von 3300 € inzwischen 4000 $ geworden wären. Darüber hinaus hättest du bereits in Summe 6,08 $ Dividende je Aktie erhalten.

Szenario 2: Du hast vor 10 Jahren in Coca-Cola investiert.

Hättest du dich schon im Jahr 2007 für Coca-Cola Aktien entschieden, sähe die Rechnung folgendermaßen aus. Deine Anfangsinvestition für 100 Aktien hätte dich lediglich ca. 2300 $ gekostet.

Die Dividende betrug damals 17 Cent pro Quartal bzw. 68 Cent pro Jahr. Dein Einkommen aus diesen Aktien hat sich also bereits um 117 % pro Jahr erhöht. Deine 2300 $ wären aktuell ca. 4000 $ wert, was bedeutet das ca. 1700 $ Kursgewinne aufgelaufen wären. Zudem hättest du in Summe seither 10,16 $ Dividende pro Aktie kassiert. 1700 $ Kursgewinne plus 1016 $ Dividende (vor Abgeltungssteuer) macht 2716 $. Ziehen wir von den Dividenden noch die Abgeltungssteuer ab, hättest du dein Kapital trotzdem bereits verdoppelt!

Daran siehst du bereits ganz gut, auf was unser Beispiel abzielt. Aber Gehen wir beim nächsten Rückblick von dem typischen 30 Jahreszeitraum einer Lebens- oder Rentenversicherung aus, um das Ganze noch etwas deutlicher zu machen.

Szenario 3: Du hast vor 30 Jahren in Coca-Cola investiert.

Hätten du oder deine Eltern also bereits im Februar 1987 die glorreiche Idee gehabt, 100 Coca-Cola Aktien zu erwerben, wäre damals dafür lediglich eine Investition von ca. 260 $ fällig gewesen. Die Dividende pro Aktie Stand zu diesem Zeitpunkt bei 1,6 Cent pro Quartal bzw. 6,8 Cent im Jahr.

Time is the friend of the wonderful company, the enemy of the mediocreWarren Buffett

Dein Einkommen aus diesen Aktien hat sich von den damaligen 6,80 $ im Jahr auf 148 $ erhöht. Dies entspricht einer Steigerung des Dividendeneinkommens von 2076 % pro Jahr!! Die für 260 $ erworben Aktien, wären aktuell ca. 4000 Dollar wert. Dass bedeutet das du auf ca. 3740 $ an aufgelaufenen Kursgewinne sitzt. Zudem hättest du in Summe seither 15,71 $ Dividende pro Aktie kassiert. Pro Aktie!!!

Bei einer Investition in Höhe von 260 $ vor 30 Jahren beträgt dein aktuell aufgelaufener Gesamtgewinn somit 5311 $ und setzt sich zusammen aus 3740 $ unrealisiertem Kursgewinn sowie 1571 $ Dividendenzahlungen. Das bedeutet das sich das investierte Kapital mehr als verzwanzigfacht hat!!!

Zudem, wurde die Rechnung bewusst einfach gehalten, d. h., die Möglichkeit der Reinvestition der erhaltenen Dividenden in zusätzliche Coca-Cola Aktien, wurde hier nicht berücksichtigt. Unter Annahme der Reinvestition der erhaltenen Dividenden sähe das ohnehin schon sehr gute Ergebnis noch wesentlich besser aus.

Betrachten wir nun die Rechnung von der anderen Seite aus. Wie stündest du heute da, wenn du bereits vor 30 Jahren statt 260 $, die 4050 $ investiert hättest, die du zum aktuellen Kurs von Coca-Cola für 100 Aktien benötigen würdest, um diese zu erwerben.

Du könntest dann heute 1620 Aktien dein eigen nennen (der Kurs im Februar 1987 stand bei ca. 2,50 $). Diese hätten heute bereits einen Gesamtwert von 65610 $ und du erhieltest aktuell 2394,76 $ Dividende vor Steuern pro Jahr. Du hättest überdies seit dem Kauf in Summe bereits 25453,44 $ an Dividenden erhalten.

Zwar ist dies immer noch kein Betrag welcher finanzielle Freiheit bedeutet, aber du siehst bereits deutlich, dass es ein großer Schritt in die richtige Richtung ist. Gehen wir nun davon aus, du oder deine Eltern hätten damals in 10 Unternehmen investiert, deren Aktien und Dividendenzahlungen sich nachfolgend wie die von Coca-Cola entwickelten.

Merke:
Die Streuung über mehrere Aktien dient hierbei der Diversifizierung. Frei nach dem Motto: Nicht alle Eier in einen Korb legen!

Bei einer damaligen Investitionssumme von 40000 $ in 10 Wertpapiere a 4000 $ läge dein Depotwert heute bei unglaublichen 575000 $ und du erhieltest knapp 23940 $ Dividenden pro Jahr (wir unterstellen hier vereinfachend die aktuelle Dividendenrendite von Coca-Cola.)

Dies entspricht 1995 $ (vor Steuern) pro Monat. Dies stellt für die meisten, abhängig von den eigenen Ausgaben, vielleicht immer noch keine absolute finanzielle Freiheit dar, aber zumindest der finanzielle Schutz und sogar die finanzielle Sicherheit sollten damit eigentlich bei jedem gewährleistet sein. Zumal der angesammelte Depotwert wohl auch für einen deutlich ruhigeren Schlaf sorgen dürfte!

Das Schöne daran ist aber, dass diese Einnahmen auch in Zukunft mit hoher wahrscheinlich auch weiterhin deutlich schneller zulegen werden, als die Inflation. Und das Ganze im besten Sinne passiv.

Deine Frage lautet nun vielleicht, ob es diese Möglichkeiten überhaupt bei genügend Unternehmen gegeben hätte, oder ob diese von Coca Cola für Ihre Aktionäre in der Vergangenheit erzielte Rendite einmalig ist.

Wir haben hier gute Nachrichten für dich. Coca Cola gehört durchaus zur Elite der Dividendenwerte hinsichtlich Ihrer Entwicklung, ist aber keinesfalls einmalig und es gab durchaus Aktien, die sogar eine deutlich bessere Performance ablieferten.

Angesichts der vorherigen Ausführungen siehst du nun vielleicht auch die aktuell 148 $, welche du bei derzeitigem Kauf von 100 Coca-Cola Aktien im Jahr als Dividende erhältst, in einem anderen „zukünftigen“ Licht. Vielleicht spielst du sogar mit dem Gedanken in Anteile von 10 oder besser noch 20 oder mehr Unternehmen zu investieren, welche dir zukünftig ein ähnliches perfektes passives Einkommen liefern könnten, wie es Coca Cola bereits heute täte, wenn du vor 30 Jahren investiert und die Aktien bis heute behalten hättest.

Wie du siehst, ist das Erreichen von finanzieller Freiheit eher als ein langfristiger Prozess anzusehen. Um es etwas plastischer auszudrücken: Finanzielle Freiheit ist kein Sprint, sondern ein Marathonlauf. Ein Schritt nach dem anderen dem Ziel entgegen.

Der Spruch, auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, trifft hier ins Schwarze.

Die finanzielle Freiheit mag somit aktuell für dich noch mehr oder weniger weit entfernt in der Zukunft liegen. Desto früher du jedoch mit dem Laufen beginnst, desto schneller gelangst du zu deinem Ziel.

Wenn die finanzielle Freiheit für dich noch weiter entfernt ist, solltest du dir zunächst Teilziele, wie den finanziellen Schutz oder die finanzielle Sicherheit setzen. Bei diesen Etappen ist ein gewisser Teil deiner Ausgaben durch passives Einkommen gedeckt.

Die vorherige Rechnung sollte dir vor allem die Augen für das langfristige Potenzial geöffnet haben, welches in guten Dividendenwerte verborgen liegen kann.

In künftigen Artikeln werden wir versuchen zu bestimmen, welche Einkommenshöhe für die finanzielle Freiheit vonnöten ist und wie es möglich ist, mittels Dividendeneinnahmen schrittweise zu diesen Einkommen zu gelangen. Insbesondere soll dir dadurch vermittelt werden, welche Faktoren und Vorgehensweisen dabei zu beachten sind, um dieses Ziel möglichst erfolgreich zu erreichen. Vielleicht möchtest du auch einige der Werte kennenlernen welche vielen Dividendeninvestoren in der Vergangenheit halfen die finanzielle Freiheit zu erreich. Nach und nach werden wir hier solche Unternehmen vorstellen. Vorbei schauen lohnt sich also!

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