Bist du ein High-Risk-Arbeitnehmer?

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Die meisten Menschen wachsen mit dem gut gemeinten Ratschlag auf: Sei gut in der Schule, lerne etwas richtiges und suche dir dann einen sicheren Job!

Natürlich ist es wichtig eine gute Ausbildung oder sogar sein Studium erfolgreich zu absolvieren. Auch ist überhaupt nichts verwerfliches daran seine Brötchen in einem Angestelltenverhältnis zu verdienen.

Jedoch stellt für die meisten die Basis ihrer persönlichen Finanzen, dass Einkommen aus einem Angestelltenverhältnis dar. Bist du noch jung ist das natürlich auch absolut in Ordnung und meistens nicht anders machbar!

Aber ist es wirklich sicher sein Lebensunterhalt nur aus dem Verdienst eines Angestelltenverhältnisses zu bestreiten?

Wie weit bist du von der Pleite entfernt?

Im Börsenjargon spricht man immer von Diversifizierung, um das Risiko eines Portfolios zu senken. Man streut dabei sein Kapital über mehrere Aktien/Anlageklassen um im Worst Case nicht einen Totalverlust zu erleiden. Ein wirklich sinnvolles Konzept um Risiken zu minimieren!

Dieses Konzept kannst du selbstverständlich auch auf dein Einkommen anwenden, indem du betrachtest woher der Geldstrom stammt, der dir monatlich zufließt.

Beziehst du den Löwenanteil deines Einkommens aus einem Angestelltenverhältnis (wie vermutlich die überwiegende Mehrheit der Gesellschaft) kann man wohl behaupten, dass dein Einkommen nicht besonders gut diversifiziert ist. 😉

Was passiert, wenn du deinen Job verlierst? Wie lange kannst du deinen Lebensstandard aufrechterhalten?

Viele Menschen sind nicht in der Lage, ohne das dann gezahlte Arbeitslosengeld auch nur einen einzigen Monat über die Runden zu kommen und viele weitere kapitulieren wohl nach zwei oder drei weiteren Monaten! Rechne dir doch einfach einmal aus wie es dir im Falle eines Jobverlustes ergehen würde!

Sich nur auf das Einkommen aus einem Angestelltenverhältnis zu verlassen, kann man wohl als eine wirklich riskante Strategie betrachten seine persönlichen Finanzen zu handhaben. Was kannst du also tun, um diesen Zustand zu ändern?

Diversifiziere dein Einkommen!

Versuche dein Einkommen zu diversifizieren, um die Abhängigkeit von deinem Arbeitgeber zu reduzieren. Meist ist es jedoch gar nicht so einfach verschiedene Einkommensströme aufzubauen oder überhaupt Ideen zu haben, wie du dein Einkommen diversifizieren kannst. Selbstverständlich gibt es viele Arten, wie du deine Einnahmen diversifizieren kannst und es liegt letztendlich an dir aktiv zu werden. Nachfolgend 3 einfache Möglichkeiten als Ansporn, die Du ohne große Probleme umsetzten kannst.

Möglichkeit 1: Biete eine Dienstleistung an!

Gibt es etwas, das du besonders gut kannst? Vielleicht kannst du dir dein Können zunutze machen. Wie wäre es, wenn du eine Dienstleistung anbietest, die auf deiner Expertise in einem bestimmten Bereich fußt?

Unterrichte, coache oder berate jemanden in den Dingen, die du gut kannst. Selbstverständlich gegen Bezahlung! Gib beispielsweise 5 Stunden die Woche zusätzlich Unterricht. Kriegst du für jede Stunde 20 € netto, kommst du im Monat auf 400 € Zusatzeinkommen. Das Problem daran ist, genau wie bei deinen normalen Job, tauschst Du Zeit gegen Geld. Hast du nicht mehr Zeit zur Verfügung, kannst du auch nicht mehr verdienen. Der Tag hat eben maximal 24 Stunden! Der Vorteil wenn du nebenbei noch auf selbstständiger Basis etwas dazu verdienst, ist, dass dich niemand rausschmeißen kann!

Möglichkeit 2: Verkaufe ein Produkt!

Unser zweiter Tipp mag extrem simpel erscheinen, aber wie wäre es, wenn du versuchst, ein Produkt zu verkaufen? Nicht etwas, was du jedes mal neu herstellen musst. Wie wäre es mit einem Produkt, das sich beliebig vermehren lässt. Die leichteste Möglichkeit ist wohl ein eigenes eBook zu verfassen.

Fotografierst du gerne? Wie wäre es, wenn du deine Bilder bei den einschlägigen großen Bildagenturen vertreibst und für jeden Verkauf Geld kassierst. Einmal knipsen oft kassieren! Kein schlechtes Geschäftsmodell. Natürlich muss hierfür aber die Qualität der Aufnahmen stimmen!!!

Oder du entwickelst einen eigenen Online-Kurs und bringst den Leuten etwas bei, was du besonders gut kannst. Bereichere ihr Leben und es wird sich für dich auf finanziell lohnen!

Das tolle an solch beliebig vermehrbaren Produkten ist, dass du nur einmal Zeit benötigst, um diese Produkte zu erstellen und nachfolgend, je nach Vermarktungsmodell, nur noch geringer Aufwand betrieben werden muss. Wie viel kann man damit verdienen? Das hängt wohl sehr stark von der Qualität und den Inhalt deines Produktes ab. Von nichts bis zur Villa am Strand dürfte hier wirklich alles möglich sein! Gut, das Letztere werden wohl relativ wenige erreichen 😉

Möglichkeit 3: Investieren in Dividendenaktien!

Klar das das nun kommen muss. Aber ein Portfolio mit soliden Dividendenaktien ist einfach der perfekte passive Einkommensstrom. Mit jeder Investition in einen guten Dividendenzahler senkst du deine finanzielle Abhängigkeit. Möchtest du mehr erfahren warum Dividendenaktien super dafür geeignet sind ein passives Einkommen aufzubauen? Lies einfach diesen Artikel.

Kaufst du die besten Dividendenaktien die es gibt, wirst du vom High-Risk-Arbeitnehmer zum Low-Risk-Investor!

Tipp: Lass dein passives Einkommen wachsen!

Wie wäre es wenn du das Einkommen aus Möglichkeit 1 und 2, oder was dir sonst noch einfällt um dein Einkommen zu diversifizieren, solange in Möglichkeit 3 steckst, solange du nicht darauf angewiesen bist?

Nehmen wir das Beispiel aus Möglichkeit 1, wo du monatlich 400 € netto mit Unterricht nebenbei einnimmst. Auf ein Jahr gesehen nimmst du also 4800 Euro netto neben deinem Hauptjob ein. Steckst du dieses Geld in eine gute Dividendenaktie mit einer Dividendenrendite von 4 % bekommst du jährlich 200 € komplett passives Einkommen mit in der Regel steigender Tendenz! Verfolgst du diese Strategie ein paar Jährchen, kommst so ein durchaus ansehnlicher Einkommensstrom zustande.

Wie sieht es mit Immobilien aus?

Planst du den Kauf einer Immobilie, um passives Einkommen zu generieren, solltest du dir das sehr genau überlegen! Die Immobilienpreise sind in guten Lagen exorbitant hoch, jedoch sind es genau diese guten Lagen die eine gewisse Wertstabilität versprechen.

Achtung:
Das klingt jetzt etwas böse, ist aber leider Realität: Es mag sein das du das Haus direkt am Marktplatz in einem 5000 Seelen Dorf in Sachsen, als gute Lage klassifizierst. Wenn wir von einer guten Lage sprechen, meinen wir allerdings eher München Bogenhausen, in der eine Garage häufig mehr Wert ist als das Einfamilienhaus in der Pampa. Stadt ist nicht so dein Ding? Na ja, ein Häuschen am Tegernsee ginge natürlich auch 😉

Weitere Gründe, die gegen Immobilien sprechen könnten sind z. B. :

  • Notarkosten
  • Grunderwerbssteuer
  • Maklergebühren
  • Instandhaltungskosten
  • Enorme Zinskosten
  • Hoher Kapitalbedarf
  • Etwaige Versicherungskosten
  • Illiquidität: Verkauf kann sehr lange dauern und Kapital ist gebunden

Bist du also nicht bereit, dich mit mehreren hunderttausend Euro zu verschulden, solltest du die Immobilie in guten Lagen einmal außen vor lassen und kleinere Brötchen backen. Besitzt du bereits eine Immobilie die dir monatlich Mieteinnahmen beschert, ist das natürlich ein toller passiver Einkommensstrom. Alle anderen sollten einen Immobilienerwerb jedoch sehr genau prüfen!

Vom High-Risk-Arbeitnehmer zum Low-Risk-Investor.

Was soll dieser Beitrag letztendlich bezwecken? Er soll dir deutlich machen, dass es ein Trugschluss ist sich als Arbeitnehmer in Sicherheit zu wiegen. Zu denken, ein Investor der sein Geld in die besten Unternehmen der Welt steckt, geht ein hohes Risiko ein, ist ein Trugschluss.

Genau das Gegenteil ist der Fall! Nicht aktiv zu werden, ist die deutlich riskantere der beiden Strategien.

Zumal die nächste Welle der Digitalisierung in Deutschland bereits direkt vor der Tür steht und Millionen von Arbeitsplätzen bedroht. Jeder Job, der früher oder später von Computern oder Maschinen übernommen werden kann, wird für den Menschen verloren gehen.

Bankangestellte, Bilanzbuchhalter, Taxifahrer, Kassiererin, Versicherungsmakler, Fließbandarbeiter und viele weitere Jobs stehen an der Schwelle dazu, überflüssig zu werden. Das ist keine Science-Fiction! Das ist die bittere Realität!!!

Schaffe dir neue Einkommensströme, z. B. mit einer unternehmerischen Tätigkeit und versuche das daraus erwirtschaftete Geld sinnvoll in Dividendenaktien anzulegen, um eine weitere passive Einkommensquelle zu schaffen. Werde vom High-Risk-Arbeitnehmer, in einem zugegebener Maßen sehr langen Prozess, zu einem Low-Risk-Investor.

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